Auch in Oberkrämer sollen Geflüchtete die Gemeinschaftsunterkunft verlassen.

Der Ortsverband der Grünen aus Oberkrämer und Leegebruch ist besorgt und
fassungslos über das harte und sorglose Verhalten der Kreisverwaltung.
Seit Monaten versucht die Verwaltung bereits, Geflüchtete -die Arbeit haben – jedoch mangels Wohnung noch in den Gemeinschaftsunterkünften wohnen müssen, dort zu vertreiben.

Die Menschen werden massiv unter Druck gesetzt, die Unterkünfte zu verlassen.
Dabei sind völlig überteuerte Abgaben die weit oberhalb der ortsüblichen Mieten liegen, das Mittel der Wahl.
Dieses Vorgehen ist nach Einschätzung des Ortsverbandes menschlich wie rechtlich inakzeptabel.
Zum Anderen wird seid Kurzem versucht, Bewohner, die sich nicht mehr im Asylverfahren befinden, also als anerkannte Flüchtlinge gelten, unter Druck zu setzen, damit sie aus den GU schlicht verschwinden.
Ergänzend sei angemerkt, dass dieser Personenkreis keine „Miete“ zahlt, weil rechtliche Rahmenbedingungen fehlen.
Die Option, dass die Betroffenen „freiwillig“ eine angemessene Miete zahlen wurde bisher nicht diskutiert bzw. abgefragt.

Seitenweise kann durch entsprechende offizielle Ablehnungsbestätigungen nachgewiesen werden, dass trotz intensiver Bemühungen und Unterstützung ehrenamtlicher Helfer keine Wohnungen gefunden werden können.

Die Betroffenen sind in höchstem Masse verunsichert und haben schlicht Angst, im anstehenden Winter und unter Coronabedingungen auf der Straße zu landen.

Die Verwaltung versucht ihr Handeln immer wieder zu rechtfertigen.
Es wären ja Wohnungen vorhanden, war nur eine der lapidaren öffentlichen Äußerungen, der die lokalen Wohnungsgesellschaften vehement öffentlich widersprochen haben!

Das darauf folgende Statement : „Im ungünstigsten Fall kann dies zur
Obdachlosigkeit führen“, ist an Unbarmherzigkeit und Destruktivität kaum zum übertreffen.
Ebenso wie die öffentliche Aussage :
„Wenn jemand 750 Euro netto hat kann er ja in einer Pension wohnen.“
Eine bewusst eingesetzte irreführende Aussage?

Eine weitere Begründung der Verwaltung ist nicht weniger hanebüchen :
Es soll – wegen COVID-19 – Platz in den GU´s geschaffen werden, damit die Geflüchteten nicht auf zu engem Raum zusammenwohnen müssen.
Dies nachdem die Verwaltung – neben der komplette GU in Kremmen – weitere Häuser schließt
und die Menschen immer weiter konzentriert. (Hennigsdorf / Oberkrämer).
Nicht nur unter den gegebenen Umständen (Covid19 / Winter), sondern grundsätzlich ist dieses Verhalten der Verwaltung in keiner Weise mit unseren Werten vereinbar.

Wir fordern deshalb die Verwaltung auf:Stoppen Sie dieses unmenschliche Verhalten!
Nehmen Sie den Druck von den Menschen und tragen Sie endlich dazu bei, eine menschliche Lösung
für die Geflüchteten zu finden.
Die Geflüchteten dezentral unterzubringen, ist in unser aller Interesse!
Prüfen Sie, ob in diesem Zusammenhang die GU in Kremmen wieder geöffnet werden kann.

Wir fordern deshalb die Verwaltung auf:
Stoppen Sie dieses unmenschliche Verhalten!
Nehmen Sie den Druck von den Menschen und tragen Sie endlich dazu bei, eine menschliche Lösung für die Geflüchteten zu finden.
Die Geflüchteten dezentral unterzubringen, ist in unser aller Interesse!
Prüfen Sie, ob in diesem Zusammenhang die GU in Kremmen wieder geöffnet werden kann.

Ortsverband der Grünen
aus
Oberkrämer und Leegebruch

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